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Eduard Kasparides: Krönau 1858 - 1926 Bad Gleichenberg. Österreichischer Landschaftsmaler, Porträts (z. B. die russische Zarin Alexandra Feodorowna 1897), Städteansichten, Akte, Figuren,
Genreszenen, Marinebilder, Historienbilder etc. Studium an der Wiener Kunstakademie, danach zeitweilig in München. Dann vorwiegend in Wien tätig. Zahlreiche Studienaufenthalte in
Italien, Russland, Deutschland und Schweden. Teilnahme an der Weltausstellung in Paris 1900.
Motiv: Bewaldete Landschaft an einem weiten, sich gabelnden Sandweg, auf dem zwei Personen in der einsetzenden Dämmerung gehen.
Öl auf Leinwand, unten rechts signiert „E. Kasparides“, ca. 69 x 76 cm, rückseitig auf der Leinwand zwei kleine Flicken, gerahmt. Lit.: Thieme/Becker Bd. 19, S. 585;
Benezit Bd. 7, S. 707; Robert Janás, Eduard Kasparides, Moravská Třebová 2009.
Oskar Mulley (1891 Klagenfurt - 1949 Garmisch-Partenkirchen): vorwiegend Landschafts- und Stilllebenmaler, daneben auch jagdliche Szenen, Städte- und Burgenansichten, symbolistische und mystisch
anmutende Motive. 1909-10 Studium der Malerei in München, 1910-13 an der Wiener Akademie bei Alois Delug und Rudolf Jettner, 1918-1934 tätig in Kufstein / Tirol, seit 1934 in
Garmisch. Geprägt von dem Eindruck der Tiroler Bergwelt bildet die Gebirgslandschaft einen Schwerpunkt im Gesamtwerk Mulleys. Das Motiv des Bergmassivs gelangt häufig in Verbindung mit
Architektur zur Darstellung.
Motiv: Ein in zwei Wohnbereiche geteiltes Berggehöft im Hochgebirge. Die beiden Haushälften sind durch einen Balkon verbunden, unter dem ein prägnanter Durchblick auf die Berge
freigegeben wird. Mulley setzt das Gehöft an die schroffe Kante einer abfallenden Gebirgsschlucht, im Hintergrund eine Gipfelkette. Das in großer Bergeshöhe erbaute
Haus, fast auf der Höhe der Gipfel stehend, spiegelt in seinen Holzbauelementen gleichsam die kantige, gespachtelte Struktur des Felsmassivs im Hintergrund wieder. Mulley thematisiert
das Zusammenleben zwischen den Bergbewohnern, die durch Blumenschmuck und Handtücher in der Darstellung vertreten sind, und den Naturgewalten der Bergwelt. „Das Bild, entstanden um 1930, zeigt
einen im Werk von Mulley vorkommenden Tiroler Hochgebirgshof mit „Durchblick“, ausgeführt in markanter, für den Künstler typischen und für die Bildthematik in idealer Weise geeigneten
Spachteltechnik...“ (Herbert Ascherbauer in seiner Expertise).
Öl auf Leinwand, unten rechts signiert „Mulley“, 49,5 x 68,5 cm, ungerahmt. Das Gemälde ist von Mulley in stark ausgeprägter Spachteltechnik, pastos in kräftig aufgetragenen Farben
ausgeführt. Es wurde im Jahre 2008 fachmännisch durch einen Restaurator gereinigt und neu gefirnißt.
Lit.: H. Ascherbauer, Oskar Mulley. Bilder der Berge, Schwarzach 2021; G. Moschig, Oskar Mulley, Schwarzach 1991; Münchner Maler im 19./20. Jahrhundert, Bd. 6, hg. v. Horst Ludwig, München
1994, S. 108 -111; Benezit Bd. 10, S. 7; Thieme/Becker, Bd. 25, S. 260. Vgl. auch die Zeitschrift „Bergland“ 11. Jahrgang, Nr. 11, 1929 Titelbild und H. Stifter, Der Maler Oskar
Mulley, S. 33-35.
Wir danken Herrn Herbert Ascherbauer, dessen schriftliche Expertise vom 9. Januar 2025 vorliegt. Vgl. auch die von ihm betreute Homepage www. mulley.eu.
Leo Piron: 1899 - 1962. Belgischer Künstler, insbesondere Landschaften und Ortsansichten. Studium an den Kunstakademien in Aalst und Gent.
Motiv: Blick über ein weites Feld hin zu einem Wald von dichten Laubbäumen. In der sommerlichen Atmosphäre scheint sich ein Gewitter anzukündigen.
Öl auf festem Karton, unten rechts fragmentiert signiert „“Piron“, 28 x 47 cm, in aufwendigem stuckiertem Rahmen (48 x 66 cm).
Um 1750. Motive: 1. Ein Kuhhirte in einer Schlucht, diese landschaftlich umrahmt von Bäumen und einer Burgruine. 2. Reiter auf einem sandigen Weg, gesäumt von
sommerlichen Bäumen und Bauerngehöften. 3. Eine Kuhhirtin folgt einem Reiter in weiter Landschaft. Vorne ein knorriger Baum, im Hinterrund eine Burgruine.
4. Landleute auf einem Weg vor weidenden Kühen in weiter Landschaft.
Jeweils Öl auf Leinwand, unsigniert, mit Pappe alt doubliert, craqueliert, originale Keilrahmen, rezente Schmuckrahmung (partiell beschädigt).
Motive: 1. Landleute in einer weiten, von Bäumen und Sträuchern bewachsenen Hügellandschaft. 2. Weite, von dichtem Baumbewuchs geprägte Landschaft. Im
Bildhintergrund eine Stadt.
Jeweils Öl auf Holz, unsigniert/unbezeichnet, Format jeweils ca. 28 x 38 cm, moderne Rahmung. Leichte Altersspuren, wohl reinigungsbedürftig.
Wohl um 1720.
Motiv: Vielfigurige Szene mit der zentralen Darstellung der Bekrönung der Muttergottes Maria, Christus mit Szepter im linken Arm haltend. Inmitten prächtiger Architektur umrahmen fliegende
Engel die Bekrönung Mariens.
Öl auf Leinwand, unsigniert/unbezeichnet, ca. 90 x 44 cm, doubliert, wohl in originalem, sehr dekorativem Zierrahmen (ca. 100 x 55 cm). Altersspuren, partielle Abplatzungen, reinigungsbedürftig,
craqueliert.
Karl Hofer: Karlsruhe 1878 - 1955 Berlin. Bedeutender deutscher Figuren-Maler und Grafiker, Vertreter des expressiven Realismus. Studium an der Karlsruher und der Stuttgarter Kunstakademie.
Schüler von Hans Thoma und Leopold von Kalckreuth. Seit 1921 Professor, in der Zeit des Nationalsozialismus vielfachen Repressalien ausgesetzt.
Motiv: Ein neben einem Schimmel stehender Jüngling streichelt mit seiner linken Hand das Tier, das wiederum seinen Kopf zum Jungen hinwendet und den linken Vorderhuf erhebt.
Junge und Pferd scheinen eine Einheit zu bilden, die durch eine malerische Zusammenfassung mittels eines violettfarbenen Hintergrundes um die beiden Protagonisten eine Betonung erfährt. Die
Weißheit des Pferdes scheint in der Nacktheit des Junglings eine Korrespondenz zu finden.
Öl auf Leinwand, unten rechts monogrammiert und datiert „CH53“ (in Ligatur), 118 x 78 cm, dekorative Rahmung.
Vorliegendes Gemälde im Werkverzeichnis Wohlert die Nr. „2627 (B) Junge mit Pferd, 1953 (B)“. Provenienz: Privatsammlung Süddeutschland. Davor (zitiert nach WVZ Kohlert 2007)
„Verbleib: Privatbesitz Süddeutschland (Prov: Nachlass Hofer Nr. 25; Wirnitzer Nr. 286; Baukunst Köln... Ausstellungen: K. H. Berlin 1953, Nr 199 - K. H. Kunst Kabinett Klihm, München 1961,
Nr. 3...-C.H., W. Meller, Städt. Galerie Schlß Oberhausen 1962, Nr. 17 - K.H. Baukunst, Köln 1975, Nr. 124 - K.H., Galerie Baumgartl, München 2001, S. 53...“. Mit zusätzlicher
“Authentizitäts- und Werkkatalogbestätigung“ von Karl Bernhard Wohlert vom 21.06.2001 (“Dieses Gemälde, dem zwei Ölskizzen vorausgingen, zeigt deutlich die Hofersche Kunst, nicht ein Abbild,
sondern ein Sinnbild zu schaffen...“
Lit.: K. B. Wohlert, Karl Hofer, Werkverzeichnis der Gemälde, 3 Bde., hg. v. M. Eisenbeis, Köln 2007; Vgl. auch karl-hofer-gesellschaft.de; www.karl-hofer.de.
Karl Hofer: Karlsruhe 1878 - 1955 Berlin. Bedeutender deutscher Figuren-Maler und Grafiker, Vertreter des expressiven Realismus. Studium an der Karlsruher und der Stuttgarter Kunstakademie.
Schüler von Hans Thoma und Leopold von Kalckreuth. Seit 1921 Professor, in der Zeit des Nationalsozialismus vielfachen Repressalien ausgesetzt.
Motiv: Drei junge Frauen in sommerlicher Kleidung, bis zu den Knieen in einer vermutlich selbst gegrabenen Mulde einer Düne stehend. Alle drei den Betrachter anblickend, wie in einer
Momentaufnahme festgehalten, die die Stimmung des unwiederbringlichen Sommertages bewahrt.
Öl auf Leinwand, monogrammiert und datiert unten rechts „CH47“ (in Ligatur),110,3 x 91,5 cm, stilvolle Rahmung.
Vorliegendes Gemälde im Werkverzeichnis Wohlert die Nr. „2021 (B), Drei Frauen am Strand, 1947 (B)“. Provenienz: Süddeutsche Privatsammlung. Verbleib: (zitiert nach WVZ Wohlert 2007, S.
28): „Privatsammlung Berlin (Prov: Nachlass Hofer Nr. 67)... Ausstellungen: Kassel 1958, Nr. 4; Kunstverein Minden 1950, Nr. 16; Witten / Bochum / Essen / Duisburg / Braunschweig 1950/51, Nr.
4; ; K.H. zum 80. Geburtstag, M. Nierendorf Berlin 1958/59, Nr. 24.“
Lit.: K. B. Wohlert, Karl Hofer, Werkverzeichnis der Gemälde, 3 Bde., hg. v. M. Eisenbeis, Köln 2007; Vgl. auch karl-hofer-gesellschaft.de; www.karl-hofer.de.
Wohl um 1960/70. In der Tradition von Chagall und Dufy stehender Künstler, der angelehnt an Werke von Emilio Grau Sala wirkte.
Motiv: In stilsicherer Manier gegebene Hochzeitsszene inmitten einer Stadt: Das aus der Kirche mit Blumenstrauß heraustretende Brautpaar geht auf eine wartende
Zweispänner-Kutsche zu, gelenkt von einem Herrn mit schwarzem Zylinder. Zentral zwei Blumen tragende Mädchen, im Vordergrund Zuschauer der Szenerie.
Öl auf Platte, unten rechts monogrammiert „ES“ (unaufgelöst),ca. 90 x 116 cm, sehr stilvolle Rahmung. Das Gemälde ist in der Art von Emilio Grau Sala (Barcelona 1911 - 1975 Paris, bedeutender
katalanisch-spanischer Künstler der Pariser Schule) ausgeführt.
Wohl um 1920/30.
Motiv: Zwei Männer und eine Frau, in Trachten gekleidet, in einer Bauernstube an einem Fenster sitzend. Die beiden Männer mit je einer Tabakspfeife in der Hand.
Öl auf Leinwand, unten rechts undeutlich signiert „A. del Esp...“(?), 60 x 50 cm, gerahmt (77 x 67 cm). Partiell craqueliert.
Oskar Dalvit: Zürich 1911 - 1975. Schweizer Maler und Grafiker. Studienaufenthalte in Paris, London, Berlin, München, Florenz und Rom. Beeinflußt von Kandinsky, Kirchner und Klee fand Dalvit zu
abstrakten und expressiven Motivgebungen in stilistische eigener Farbintensität. Vertreten in mehreren Museen der Schweiz.
Motiv: „Meditation“. Abstrakt geometrisierende Flächen und Linien in vorwiegend violetter, orangefarbener und rot-blauer Farbgebung.
Öl auf grober Leinwand, unten rechts unten signiert und datiert „Dalvit 56“ , auf der Leinwand-Rückseite handschriftlich signiert, datiert und bezeichnet „O. Dalvit 56 Meditation“, ca. 81 x
61 cm, in geschwärztem Rahmen (97 x 77 cm).
Lit.: A. Affentranger-Kirchrath, Oskar Dalvit, Zürich 1994; A. Rosenberg, Oskar Dalvit, Weg und Werk, Zürich 1968.
Karl Hofer: Karlsruhe 1878 - 1955 Berlin. Bedeutender deutscher Figuren-Maler und Grafiker, Vertreter des expressiven Realismus. Studium an der Karlsruher und der Stuttgarter Kunstakademie.
Schüler von Hans Thoma und von Leopoldsvon Kalckreuth. Seit 1921 Professor, in der Zeit des Nationalsozialismus vielfachen Repressalien ausgesetzt.
Motiv: „Bedrängte Frau. Liebeskampf“. Eine von einem hinter ihr stehenden Mann umfasste Frau, sich in dessen Armen windend. Wobei die Locken des Mannes wohl nicht zufällig an Teufels-Hörner
erinnern und sein Körper von Hofer auch nicht zufällig rötlich koloriert ist. Das Gemälde zeigt ein für Hofer charakteristisches Changieren der Darstellung zwischen Gut und Böse, das Umkippen
einer Situation in eine bedrohliche Lage (vgl. auch Kat. Nr. 4015).
Öl auf Leinwand, oben rechts monogrammiert und datiert „CH46“ (in Ligatur), 95 x 65 cm, gerahmt. Auf dem Keilrahmen rückseitig handschriftlich bezeichnet „Libeskampf“ (sic).
Provenienz: Süddeutsche Privatsammlung; weiterhin (zitiert nach WVZ Wohlert): „Nachlaß Hofer Nr. 135, Wirnitzer Nr. 303; Privatbesitz Freiburg Br.; Auktion Karl und Faber 193, 1997,
Nr. 748 a.“
Vorliegendes Gemälde im WVZ Wohlert die Nr. „1955 (B) Bedrängte Frau (Liebeskampf), 1946 (B)“. Ausstellungen (zitiert nach WVZ Wohlert): „Magistrat von Groß-Berlin 1948, Nr. 35;
11. Ausstellung Studio Hessische Sezession, Kassel 1948, Nr. 19; Kunstkabinett Klihm München 1961, Nr. 14; Baukunst, Köln 1967, Nr. 49.“ Mit zusätzlicher “Authentizitäts- und
Werkkatalogbestätigung“ von Karl Bernhard Wohlert vom 11.07.2001 (“Das Bild gehört zu einer Reihe von Arbeiten des Künstlers, die unter dem Eindruck des Krieges und der Besetzung Berlins
entstanden sind. Die Lösung ist absolut ästhetisch“).
Lit.: K. B. Wohlert, Karl Hofer, Werkverzeichnis der Gemälde, 3 Bde., hg. v. M. Eisenbeis, Köln 2007, hier Nr. 1955 (B). Vgl. auch karl-hofer-gesellschaft.de; www.karl-hofer.de.
Karl Hofer: Karlsruhe 1878 - 1955 Berlin. Bedeutender deutscher Figuren-Maler und Grafiker, Vertreter des expressiven Realismus. Studium an der Karlsruher und der Stuttgarter Kunstakademie.
Schüler von Hans Thoma und Leopold von Kalckreuth. Seit 1921 Professor, in der Zeit des Nationalsozialismus vielfachen Repressalien ausgesetzt.
Motiv: Ein seitlich auf einem Stuhl sitzender nackter junger Mann, mit seiner linken Hand die geschnittene Scheibe einer Wassermelone zum Mund führend, in der rechten Hand eine weiße
Serviette haltend.
Öl auf Leinwand, unten rechts monogrammiert (in Ligatur) und datiert „CH52“, 100 x 70 cm, in dunklem Rahmen (ca. 115 x 84,5 cm). Auf dem Keilrahmen vom Künstler in Bleistift betitelt
und signiert. Vorliegendes Gemälde im Werkverzeichnis Wohlert die Nr. „2491 Melonenesser, 1952“.
Provenienz: Süddeutsche Privatsammlung. Verbleib (zitiert nach WVZ Wohlert): „Nachlass Hofer Nr. ?, Wirnitzer Nr. 132; Baukunst Köln. Ausstellungen: K.H. Berlin 1953, Nr. 143 - K.H.
Hamburg/Mannheim/Karlsruhe/Stuttgart 1954, S. 7, Nr. 28; - C. H., Karl Ernst Osthaus Museum Hagen 1954/55 Liste 2, Nr. 20 - K. H. Artforum Düsseldorf 1993/94, Nr. 4; Auktion
Villa Grisebach 27.05.1995, Kat. Nr. 296.“
Zusätzlich mit ursprünglicher Authentizitäts- und Werkkatalog-Bestätigung von Bernhard Wohlert vom 22. 02.1997.
Lit.: K. B. Wohlert, Karl Hofer, Werkverzeichnis der Gemälde, 3 Bde., hg. v. M. Eisenbeis, Köln 2007. Vgl. auch karl-hofer-gesellschaft.de; www.karl-hofer.de.
E. Krumm, eventuell Schweizer Künstler des 19. Jahrhunderts. Rückseitig auf einem Etikett maschinenschriftlich bezeichnet „Krumm Scuola svizzera del sec. XIX a Villa Borghese dipinto a
olio“.
Motiv: Zahleriche sonntäglich fein gekleidete Menschen beim Flanieren im sommerlichen Park der Villa Borghese in Rom.
Öl auf Leinwand, unten rechts signiert und datiert „Krum 1887“ (mit Aufstrich über dem zweiten „m“ zur Verdoppelung des Buchstabens), doubliert, 44 x 60 cm, gerahmt. Oberhalb der
Signatur nochmals (wohl von dritter Hand) signiert „E. Krumm“.
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