Nussbaum und Nuss-Maser, um 1810/20. Trapezförmig gepolsterte und hochwertig bezogene Sitzfläche über leicht ausschwingenden Vierkantbeinen. Die Rückenlehne mit ausgesägtem, ebonisiertem Blütenmotiv zwischen Querversprossung akzentuiert. Qualitätvoll, partiell Altersspuren, ein Hinterbein-Abschluss durch alten Wurmfraß beschädigt. Sitzhöhe: ca. 45 / 46 cm, Gesamthöhe: ca. 86 cm.
Mitte 18. Jahrhundert, wohl süddeutsch. Der kartuschenförmige Spiegelrahmen qualitätvoll mit Muschel- und Blüten-Ornamentik beschnitzt, teils durchbrochen gearbeitet, in seiner verspielten Bewegtheit dem Rokoko entsprechend. Partiell Altersspuren, Rissbildung, Glas mit Spiegelfraß. Format ca. 96 x 54 cm.
Dreiarmige Deckenkrone um 1900, Holz, geschnitzt und gold gefasst, mit sechs Fassungen elektrifiziert. Qualitätvoller Entwurf. Der Reif des Leuchters mit stilisierten Rosen beschnitzt, davon ausgehend drei füllhornartige, Kerzentüllen tragende Arme. In den Reif eingehängt Korb aus Prismenketten ovaler, facettierter Prismen. Die Aufhängung ebenfalls geschnitzt, in Tuch-Optik gestaltet, oben in einer geschnitzten Schleife endend. Altersspuren, Höhe: ca. 74 cm, Durchmesser: ca. 77 cm.
Zierlicher getreppt gestalteter Aufsatz-Sekretär, Nussbaum und Nuss-Maser, Mitte 18. Jahrhundert. Äußerst aufwendig gearbeitetes, partiell mit Band- und Stern-Einlagen verziertes Möbel mit
neunzehn, teils verborgenen Schüben, weiteren Fächern und Ablagen sowie zwei geheimen Schlössern. Über leicht geschwungenen Beinen mit stilisierten Geißfuß-Abschlüssen ein vierschübiges Unterteil
mit einschwingenden Front-Ecken. Darüber ein zurückspringendes Zylinder-Büro mit sechs weiteren kleinen Schüben. Die Schreibplatte hochklappbar, darunter verborgen eine Ablage für Stifte und
Tintenfässer sowie acht kleine Schübe und ein zentrales Dokumenten-Fach. Die Fronten der Schübe und des Faches unter der Schreibplatte mit marmoriertem Bunt-Papier in Braun bezogen. Über dem mit
Rolladen verschließbarem Büro ein ebenfalls zurückspringender, eintüriger Aufsatz mit zwei Schein-Schlüssel-Schildern. Die zwei Schlösser zum Verschließen des Zylinderbüros und des Aufsatzes
befinden sich hinter aufschiebbaren Furnier-Platten verborgen. Altrestaurierter, guter Gesamt-Zustand, partiell Altersspuren, Schlüssel vorhanden. Maße: ca. 146 x 84 x 51 cm.
Provenienz: Aus Familienbesitz über drei Generationen.
Tabernakel-Sekretär à trois corps. Nussbaum und Ahorn, furniert, um 1750. Dreischübiges Kommoden-Unterteil auf vier gedrückten Kugelfüßen, die Front dreifach gewellt. Durchbrochen gearbeitete Ziehgriffe und Schlüsselschilder, drei Schlösser und Schlüssel vorhanden. Darüber zurückspringendes Sekretärfach mit aufklappbarer, verschließbarer Schreibplatte, flankiert von zwei Schüben. Die Inneneinrichtung des Sekretärs mit einem Mittelfach, flankiert von zwei (eventuell ehemals vier) kleinen Schüben. Über dem Sekretärfach wiederum leicht zurückspringender, ebenfalls in der Front gewellter Aufsatz. Darin zentral ein Tabernakel-Schrein über breitem Sockelschub, flankiert von insgesamt acht Schüben. Im gesprengten, profilierten Giebel drei weitere Schübe. Die Tabernakel-Tür, die Fronten der Schübe sowie die Schauseite der Schrägklappe mit aufwendig gearbeiteter, gravierter Marketerie dekoriert. Die in Voluten auslaufenden, eingelegten Bandrahmungen mit ihren Blatt-Ausläufen deuten auf eine Entstehungszeit um 1750. Restaurierter Zustand mit geringen Altersspuren, Maße: ca. 227 x 125 x 66 cm.
Nuss, Pflaume und andere Hölzer, Maser, wohl 17. Jahrhundert. Gerades Corpus auf vier gedrückten Kugelfüßen, getreppter, profilierter Abschluss. Zwei Türen vor zwölfschübiger Kabinett-Einrichtung. Eisen-Schloss und Eisenbänder, ein schöner alter Schlüssel vorhanden. Die Fronten der Schübe mit Bandeinlagen, Wurzelfeldern und Holz-Knäufen versehen. Altersspuren, alte Wurmfraßspuren, Maße in geschlossenem Zustand ca. 51 x 62 x 29 cm.
Barock-Kommode, süddeutsch, Nussbaum, Nusswurzel und Zwetschge über Nadelholz, um 1750. Dreischübiges Corpus mit gewellter Front auf gedrückten Kugelfüßen. Die vorkragende Platte folgt den passigen Schwüngen der Schauseite. Platte und Front mit bandgerahmten Wurzelholz-Feldern gestaltet. Originale Schlösser, ein Schlüssel vorhanden. Altersspuren, partiell Bereibungen, an einer Seitenleiste der Platte zwei Fehlstellen. Maße: 87 x 109 x 62 cm.
Barock-Kommode, Nussbaum, Nussmaser, Ahorn und Pflaume, Mitte 18. Jahrhundert. Dreischübiges Corpus auf geflachten Kugelfüßen mit dreifach geschweifter Schauseite. Die Fronten der Schübe sowie die Seiten gefeldert, die vorkragende Platte mit eleganter, qualitätvoller Bandelwerk-Marketerie verziert. Ein charmantes Detail bilden die kegelförmigen Einlagen in den Zwickeln der Felder. Altrestaurierter Zustand mit Ergänzungen, die drei Schlösser funktionsfähig, ein Schlüssel vorhanden, Intarsierung partiell rezent. Maße: ca. 84 x 129 x 67 cm.
Klassizistische, weiß gefasste Sitz-Garnitur, erste Hälfte 19. Jahrhundert, bestehend aus einem ovalen Tisch, einer klassizistischen Bank und acht klassizistischen Stühlen.
1. Tisch: über leicht geschweiften Beinen und bewegter Zarge eine ovale, verzapfte Platte. Erhöhung durch unterlegte Kugelfüße. Höhe: 77,5 cm, Platte: 121,5 x 74 cm.
Altersspuren.
2. Dreisitzer-Bank: Rahmen mit Vertikal-Versprossung, die Rückenlehne mit seitlicher Schweifung und geradem, gepolstertem Mittelteil. Rahmen mit stilisierten Eck-Rosetten und Zahnschnitt
akzentuiert, die Armlehnen in Voluten endend. Mit Stroh oder Rosshaar gepolstert, Konstruktion mit Holz-Nägeln, Maße: ca. 91 x 161 x 64 cm. Altersspuren, Bezug partiell fleckig, Polsterung
erneuerungsbedürftig.
3. Acht Stühle (abgebildet daraus sieben), alt restauriert mit Stroh- oder Rosshaar-Polsterung, gerade, kannelierte Beine, die Rückenlehne wie die Bank mit Vertikalstreben versprosst, die
Stuhl-Rahmen mit Zahnschnitt und Eck-Rosetten akzentuiert, das Design der Bank aufgreifend. Konstruktion restauriert, ehemals Holznägel, Altersspuren, Bezüge partiell fleckig, Polsterung
erneuerungsbedürftig, Sitzhöhe: ca. 47 / 48 cm, Gesamthöhe: ca. 92 cm. Provenienz: Fränkischer Schloss-Besitz.
Doppelt geschweifte Kommode, Eiche, furniert mit Mahagoni, 18. Jahrhundert. Über ausgestellten Tatzenfüßen dreischübiges Corpus mit konvex und konkav gebogten Schub-Fronten im Wechsel. Geschweifte, leicht vorkragende Platte. Attraktive, durchbrochen gearbeitete Messingbeschläge mit Greifen-Motiven. Altersspuren, teils Rissbildung und partielle, kleinere Furnier-Beschädigungen. Maße: ca. 86 x 100 x 56 cm.
Süddeutsch, um 1740. Nussbaum, Nussmaser, Ahorn und weitere Hölzer, furniert. Mehrfach geschweiftes, vierschübiges Kommoden-Unterteil. Darüber zurückspringendes Sekretärfach mit ausklappbarer einschwingender Schrägklappe, flankiert von vier kleinen Schüben. Inneneinrichtung mit vier Schüben um ein zentrales Fach. Hoher Tabernakel-Aufsatz mit sechzehn (!) Schüben um den eintürigen Tabernakel. Die flankierenden Schübe über einen Mechanismus im Tabernakel-Fach rechts und links zentral verriegelbar. Getreppter Abschluss mit zentralem Segmentbogen, darin ein Kopfschub. Allseits Bandeinlagen und gerahmte Wurzelholz-Felder, auf der konkaven Schrägklappe elegante Band-Einlagen. Die Seiten des Aufsatzes und des Unterteils mit Tragegriffen versehen. Alt restaurierter, aber authentischer, guter Zustand, Beschläge zumindest teilweise erneuert. Maße: ca. 202 x 133 x 70 cm. Provenienz: Süddeutsche Privatsammlung.
Kabinettkasten mit Vogel-Marketerie, Nuss, Nusswurzel und andere Hölzer, um 1800. Zweitüriges Corpus auf gedrückten Kugelfüßen, im Kopf verborgen ein Schiebe-Fach. Inneneinrichtung mit acht Schüben. Auf dem Kopf des Schiebefachs, an den Seiten, den Innenseiten der Türen sowie auf sieben Fronten der Schübe qualitätvolle, bandgerahmte Lackmalereien von Papageien im Gezweig mit Früchten. Auf den Schauseiten der Türen Darstellung von Chinoiserien zweier Figuren mit Insekten. Auf dem Mittelschub der Inneneinrichtung die Darstellung eines jungen Mannes mit Vogelbauer, darin ein Papagei. Guter Gesamtzustand, an einer Seite unten eine Furnier-Aufwerfung aufgrund einer älteren Restaurierung, partiell Altersspuren und unauffällige, kleinere Beschädigungen. Maße: ca. 24,5 x 26 x 17,5 cm.
Näh-Tisch in Globus-Form im Stil des Wiener Klassizismus nach Wiener Vorbild um 1825, das Gestell 20. Jahrhundert, der „Globus“ um 1900 oder 20. Jahrhundert. Auf dreifach einschwingender Sockelplatte drei nach oben und unten ausschwingende Beine, unten in Geißfüßen, oben in Widderköpfen endend. Darin eingefasst kugelförmiges Corpus mit reicher Inneneinrichtung. Diese mit zentraler Verspiegelung, bedacht von einem attraktivem, gestreift furniertem Baldachin. Figürliche und florale Intarsierung, partielle Ebonisierung. Im Corpus acht Fächer unterschiedlicher Größe für Näh-Utensilien, die mittige Fächerung herausnehmbar, darunter verborgen vier kleine Schübe. Hinter der herausziehbaren Verspiegelung sechs Geheimfächer. Partiell geringe Altersspuren. Höhe: ca. 103 cm, Durchmesser Corpus: ca. 46 cm. Zum Typus vgl. Lit.: Nagel, Gert K., Möbel. Von der Renaissance bis zum Jugendstil, Augsburg 1994, S. 155.
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