Meissen 18. Jahrhundert (um 1750- 1780). Unterglasur blaue Schwertermarke, darunter Buchstabe „R.“. Einflammiger Kerzenleuchter in getreppter Gestaltung mit mehrfach nodiertem Schaft. Dekor: Strohblumenmuster oder „Strohmodell“ über gebrochenem Stab bzw. geripptem Grund. Die Meissener Blaumalerei ging auf den Wunsch Augusts des Starken zurück, chinesische und japanische Dekore auf Meissener Porzellanen anzuwenden. Mehrere Brandrisse, Höhe: ca. 21 cm.
Porzellan-Krug mit Zinn-Deckel-Montierung, um 1900. Die Wandung umlaufend drei goldgerahmte, runde Kartuschen mit farbig gemalten Ansichten zum Leben von Agnes Bernauer (um 1410 - 1435 Straubing), der Lebensgefährtin Herzog Albrechts III. von Bayern. Aus Sorge um eine legitime Nachfolge des Herzogshauses ließ der Vater Albrechts die Geliebte seines Sohnes in der Donau in Straubing ertränken. Die jeweils betitelten Ansichten des vorliegenden Kruges zeigen: „Straubing“, den „GefängnisThurm der Agnes Bernauer“ sowie die „Agnes-Bernauer-Kapelle“. Im Zinndeckel eingelassen eine Porzellanplakette mit polychrom gemalter Darstellung der Einsetzung der Eucharistie, Christus, das Brot segnend. Ovale Zinn-Punze im Zinndeckel mit Engel-Darstellung und den Initialen„DW“. Goldstaffage partiell berieben, Höhe: ca. 15 cm.
Prunkvolles Meissen-Gedeck, dreiteilig, unterglasur blaue Schwertermarke Meissen, erste Wahl. Tasse und Teller mit Pfeiffer-Marke, 1924-1934, Untertasse mit Schwertermarke ohne Punkt. Meissen B-Form, aufwendiges Dekor mit gelbem Fond, reliefierten, goldstaffierten Rocaillen und polychromer Blumenmalerei in rocaillierten Reserven. Am Boden der Tasse Pressziffer B154a“ sowie Ritz-Ziffer „158“ und Bossierer- / Maler-Zeichen, Untertasse mit Pressnummer „B154“, Ritznummer „39“ und Maler- / Bossierer-Zeichen, Teller mit Pressnummer „L 235“, Ritznummer „56“ sowie ebenfalls Maler- / Bossierer-Zeichen. Tassenhöhe: ca. 7,5 cm, Durchmesser Untertasse: ca. 16,5 cm, Durchmesser Teller: ca. 19 cm. Guter Zustand.
Motiv: Seitlich gegebenes Brustbildnis der „Eva Sippel, geborene Funk, geboren zu Bamberg am 14.6.1829 gestorben zu Bamberg am 4.6.1910 - Porzellangemälde nach einer Photographie“ (auf
gedrucktem Etikett rückseitig auf Schutzkarton). Auf einer Porzellanplatte von KPM Berlin. Wahrscheinlich Schmidt´sches Porzellanmal-Institut Bamberg (zunächst seit 1818 in Coburg,
dann seit 1833 endgültig in Bamberg, Jakobsplatz 13, ansässig, national und international bedeutend. Die Produktion erfolgte bis 1914, die endgültige Auflösung 1923). Hochovaler
Bildausschnitt, ca. 10,5 x 8,5 cm, in dekorativem, originalem Rahmen der Zeit (ca. 19 x 17 cm). Sehr fein ausgeführtes Porträt von Eva Sippel, wohl um 1890 im Alter von etwa 60 Jahren. War
sie die Ehefrau des Bamberger Apothekers Friedrich Sippel und Mutter von Anna Sabina Sippel, die ihrerseits Johann Baptist Weyermann, den Gründer der Bamberger Malzfabrik Weyermann,
heiratete ? Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1919 übernahm Anna Sabina Weyermann mit ihren Kindern das Unternehmen.
Lit.: Vgl. U. Becker, Das Porzellanmalinstitut von Carl Schmidt in Bamberg (1833 - 1913), in: Keramos 155, 1997, S. 137- 191.
Ansichtentasse "Erlangen" mit Untertasse, am Boden unaufgelöstes Ritzzeichen, 1. Hälfte 19. Jahrhundert. Feine, polychrome Bemalung, goldstaffiert. Zylindertasse mit Ohrenhenkel. Schauseitig eine goldgerahmte Rechteckkartusche mit der unterseitig betitelten Ansicht von Erlangen. Tasse (H.: 6,5 cm), Untertasse (Ø 13 cm). Gute Erhaltung.
Frühes 19. Jahrhundert, ungemarkt, leicht gräulicher Scherben. Zwei Dessert-Teller, glattwandig, im Spiegel jeweils Vedute in feinster polychromer Lupen-Malerei. Auf der Fahne klassizistischer
Blatt-Fries in Gold-Malerei. Möglicherweise Schmidtsches Porzellanmalinstitut Bamberg. Durchmesser: je 19,5 cm.
1. Ein Teller zeigt Schloss Seehof in Memmelsdorf bei Bamberg, erbaut 1687 als Sommerresidenz unter Fürstbischof Marquard Sebastian Schenk von Stauffenberg. Die Ansicht thematisiert den Blick auf
Schloss Seehof, von den Fischweihern aus gesehen, im Hintergrund Giechburg und Gügel. Im Vordergrund ein Paar in einem Kahn, der von einem Ruderer zum Ufer gesteuert wird. Untertitel in Reserve
auf goldenem Grund: „Seehof“. Goldränderung und stilisierte Blatt-Malerei in Gold auf der Fahne. Partiell leichte Bereibungen, rückseitig minimaler Haarriss.
2. Vom Schiffbauplatz über die Regnitz hinweg gesehene Ansicht von Bamberg mit den markantesten Türmen und Baudenkmälern der Stadt: St. Martin, Altes Rathaus, Dominikaner-Bau, Dom und Neue
Residenz, die Altenburg und Kloster Michaeldberg. Im Vordergrund Spaziergänger am Uferweg. Noch ohne die 1887 errichtete Markus-Brücke. Guter Zustand, kaum berieben. Untertitel in Reserve auf
goldenem Grund: „Bamberg“. Goldränderung und stilisierte Blatt-Malerei in Gold auf der Fahne.
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