
Oskar Mulley
Auktion : 30. Mai 2026
Kat.-Nr. 4032
Startpreis: Euro 17.000,-
Öl auf Leinwand, unten rechts signiert „Mulley“, ca. 79 x 71 cm, in originalem Rahmen (94 x 86 cm).
Oskar Mulley (1891 Klagenfurt - 1949 Garmisch-Partenkirchen)
Auf massivem Felsgrund im Hochgebirge stehender Gebirgshof mit Nebengebäuden. Es ist Sommer, lediglich die Gebirgskämme der alpinen Bergwelt sind auf den Gipfeln von Schnee bedeckt. Ein
Durchblick zwischen den Gebäuden weist in die Tiefe des Abgrundes. Im linken Bildfeld ein weiteres, angedeutetes Gebäude. In seiner gestaffelten Anlage und in seinen Größenverhältnissen
spiegelt das Gemälde die Gewaltigkeit der Berge. Gegenüber der Natur, dem Bergmassiv, nimmt sich das Gehöft klein aus. Mulley thematisiert das Zusammenleben von Mensch und Natur, eine Symbiose,
in der der Respekt vor der Erhabenheit der Natur, Gesetz ist.
„Die Spannung in vielen seiner Werke steigerte Mulley nicht nur durch nahe Abgründe und bedrohlich aufragendes, durch die angewandte Spachteltechnik plastisch wirkendes Gebirge, sondern außerdem
– wie auch in diesem Bild aus der Zeit um 1930 – durch eindrückliche Stimmungen des Wetters: Der Tiroler Kunstkritiker Herbert Stifter hat dazu 1929 in einem Künstlerportrait geschrieben: „… Die
Berge schweigen, niemand bricht ihre Stille. Es ist die Ruhe vor dem Sturm (…) Die Häuser stehen auf Fels und setzen mit weißen Grundmauern an, diese Wände sind das Licht in der Gewitterstimmung
Mulleyscher Bilder.“ (Zitat nach Herbert Ascherbauer in seiner Expertise).
Das Gemälde ist in ausgeprägter, kräftig pastoser Spachteltechnik ausgeführt und in unrestauriertem originalem Zustand. Provenienz: Seit drei Generationen in deutschem Privatbesitz.

Oskar Mulley
Auktion : 30. Mai 2026
Kat.-Nr. 4002
Startpreis: Euro 16.000,-
Öl auf Leinwand, unten rechts signiert "MULLEY“, 71,5 x 109,5 cm, in dekorativem, goldfarbenem Rahmen (90 x 127 cm)
Eine auf felsigem Grund an einem Abhang stehende Gebirgskapelle mit Glockentürmchen und angrenzendem Gemäuer. Im Bildhintergrund die gewaltige Kulisse der alpinen Hochgebirgslandschaft. Ein
Gitter schützt vor der Tiefe des Abgrunds, die wie in der Mehrzahl der Spachtelgemälde Oskar Mulleys in dunkler Farbtonalität zum Ausdruck gebracht wird und als Gegenspieler zur
Hauptthematik der Höhe ein zentrales Bildelement ist.
Ausgeprägt pastoser Farbauftrag in der für Mulley typischen Spachteltechnik dieser Werkphase. Minimale Farbabplatzungen, unrestaurierter originaler Zustand, leichter
Verschmutzungsgrad.
Lit.: H. Ascherbauer, Oskar Mulley. Bilder der Berge, Schwarzach 2021; G. Moschig, Oskar Mulley, Schwarzach 1991; Münchner Maler im 19./20. Jahrhundert, Bd. 6, hg. v. Horst Ludwig, München
1994, S. 108 -111; Benezit Bd. 10, S. 7; Thieme/Becker, Bd. 25, S. 260. Vgl. auch die Zeitschrift „Bergland“ 11. Jahrgang, Nr. 11, 1929 Titelbild und H. Stifter, Der Maler Oskar Mulley, S.
33-35.
Wir danken Herrn Herbert Ascherbauer, dessen schriftliche Expertise vom 8. Februar 2026 vorliegt und die dem Käufer des Gemäldes ausgehändigt wird. Vgl. auch die Homepage www.
mulley.eu.
Provenienz: Das Gemälde befindet sich in vierter Generation (seit etwa 1950) in deutschem Privateigentum.

Oskar Mulley
Auktion : 30. Mai 2026
Kat.-Nr. 4017
Startpreis: Euro 8.000,-
Öl auf Leinwand, unten rechts signiert „Mulley“, 49,5 x 68,5 cm, ungerahmt.
Ein in zwei Wohnbereiche geteiltes Berggehöft im Hochgebirge. Die beiden Haushälften sind durch einen Balkon verbunden, unter dem ein prägnanter Durchblick auf die Berge freigegeben
wird. Mulley setzt das Gehöft an die schroffe Kante einer abfallenden Gebirgsschlucht, im Hintergrund eine Gipfelkette. Das in großer Bergeshöhe erbaute Haus, fast auf der
Höhe der Gipfel stehend, spiegelt in seinen Holzbauelementen gleichsam die kantige, gespachtelte Struktur des Felsmassivs im Hintergrund wieder. Mulley thematisiert das Zusammenleben
zwischen den Bergbewohnern, die durch Blumenschmuck und Handtücher in der Darstellung vertreten sind, und den Naturgewalten der Bergwelt. „Das Bild, entstanden um 1930, zeigt einen im Werk von
Mulley vorkommenden Tiroler Hochgebirgshof mit „Durchblick“, ausgeführt in markanter, für den Künstler typischen und für die Bildthematik in idealer Weise geeigneten Spachteltechnik...“ (Herbert
Ascherbauer).
Das Gemälde ist von Mulley in stark ausgeprägter Spachteltechnik, pastos in kräftig aufgetragenen Farben ausgeführt. Es wurde im Jahre 2008 fachmännisch durch einen Restaurator an
der Oberfläche gereinigt und neu gefirnißt.
Lit.: H. Ascherbauer, Oskar Mulley. Bilder der Berge, Schwarzach 2021; G. Moschig, Oskar Mulley, Schwarzach 1991; Münchner Maler im 19./20. Jahrhundert, Bd. 6, hg. v. Horst Ludwig, München
1994, S. 108 -111; Benezit Bd. 10, S. 7; Thieme/Becker, Bd. 25, S. 260. Vgl. auch die Zeitschrift „Bergland“ 11. Jahrgang, Nr. 11, 1929 Titelbild und H. Stifter, Der Maler Oskar
Mulley, S. 33-35.
Wir danken Herrn Herbert Ascherbauer, dessen schriftliche Expertise vom 9. Januar 2025 vorliegt und die dem Käufer des Gemäldes ausgehändigt wird. Vgl. dazu auch www. mulley.eu.
Die beeindruckenden Ergebnisse der vorherigen Oskar Mulley Auktionen finden Sie hier: Oskar Mulley Auktionsergebnisse