Victor Vasarely: Pecs (Ungarn) 1906 - 1997 Paris. Bedeutender Maler und Grafiker, Mitbegründer der sog. Op - Art. Studium in Budapest, seit 1930 in Paris (Annet - sur - Marne) tätig.
Mehrere Teilnahmen an der Documenta in Kassel.
Motiv: „Vega II“. Farbserigraphie in 90 Exemplaren, gold-schwarze Farbgebung, ca. 47 x 47 cm, Blattformat ca. 70 x 56 cm, unter Glas gerahmt. Unten rechts von Hand in Bleistift signiert
„Vasarely“ und nummeriert Ex. Nr. „90/90“.
Lit.: Werkverzeichnis Nr. 993.
Die Kupferstiche wurden nach Entwürfen von Salomon Kleiner (Augsburg 1700 - 1761 Wien) gefertigt. Bedeutender Vedutenzeichner und Kupferstecher des Barock und Hofingenieur, der maßgeblich die
barocke Gestalt von Schloss Seehof bei Bamberg prägte, indem er die prachtvollen Entwürfe von Antonio Petrini für das Sommerschloss der Fürstbischöfe umsetzte und so die Sichtachsen und Gärten
des berühmten Jagdschlosses festhielt. Seine Arbeiten zeigten die monumentalen Achsen und die architektonische Pracht von Seehof und sind heute wichtige historische Dokumente. Vorliegende vier
Kupferstich-Ansichten zeigen die Marquardsburg (Schloß Seehof bei Bamberg), ausgeführt von Johann Georg Weber, Andreas Friderich und Johann Matthias Steidlin (2 x).
Motive: Die nach 1724 (wohl 1731) entstandene Gesamt-Serie von Kupferstichen stellte Schloß Seehof und die Gartenanlagen detailliert dar. Die hier vorliegenden Stiche nach
Kleiner zeigen insbesondere die Parkanlagen, die Kaskaden und die Wasserspiele. Aus der Gesamtserie hier vorliegend: 1. „Prospect des Hochfürstl. Schloßes mit der
Einfahrt.....,“. 2. „Prospect des Boulingrin.....“. 3. „Grundriß des Hoch-Fürstl. Bambergischen Jagt-Schloßes..... 4.
„Orthographische Grund-Riße...... „.
Alle Blattformate ca. 31 x 48 cm, beschnitten, teils altersbedingte Flecken, jeweils ungerahmt, in Passepartouts. Alle mit ausführlichen Bezeichnungen und zusätzlicher französischer
Legende. Die Kupferstiche wurden verlegt bei Jeremias Wolff Erben in Augsburg.
Lit.: Vgl. Th. Gunzelmann, Das barocke Achsensystem von Schloß Seehof, in: Die barocke Idee. Fürstliche barocke Sommerresidenzen, Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen (Hrsg.),
Dresden 2022, S. 147– 156; zu Kleiner vgl. Thieme/Becker Bd. 20, S. 452-456 (“K.s kunstgeschichtl. und ...historische Bedeutung beruht auf der ...Überlieferung bedeutender
architektonischer Erscheinungen und der Lebensbilder des prunkvoll und theatralisch aufrauschenden Hochbarock...der originalen Erscheinung barocker Gärten.....und in die Atmosphäre ihrer Zeit
zurückversetzt“ (S. 454). Sehr seltene Blätter.
Frans Hogenberg (Mechelen 1535-1590 Köln)/ Georg Braun (Köln 1541 - 1622). Zwei altkolorierte Kupferstriche aus den 1578 bzw. 1582 bei Gottfried von Kempen in Köln
herausgegebenen „Civitates Orbis terrarum“.
1. „Tiburtum vulgo Tivoli“. Darstellung der gebirgigen Landschaft um Tivoli und der Stadt selbst von einer Anhöhe aus. Unten rechts das Motiv des Wasserfalls mit Legende, links in Kartusche
topographische Beschreibung in lateinischer Sprache. Plattenformat ca. 34 x 45 cm, Blattformat größer. Rückseitig ausführlicher deutscher Text mit lateinischen Überschriften.
2. „Magnifica Illa Civitas Verona“. Stich mit horizontaler Teilung: oben die detaillierte Ansicht von Verona mit Befestigungsanlagen von einer Anhöhe aus. Unten die Ansicht der
Stadt aus der Vogelperspektive. Unten rechts die Arena der Stadt, links Romeo und Julia. Beschreibung der Stadt in vier Kartuschen in lateinischer Sprache. Rückseitig
ausführlicher deutschsprachiger Text. Ca. 36 x 46 cm, Blattformat größer.
Beide mit Altersspuren, nachgedunkelt und partiell fleckig(insbesondere die Rückseiten), vertikale Mittelfalz, jeweils unter Glas gerahmt.
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