Katalog - Auktion 15. November 2025

Gemälde | Aquarelle | Zeichnungen

Gemälde - Katalog       Seite 1 | 2



GE 4016   Johann Jungblut, Abendspaziergang im Wattenmeer   350 Euro

Johann Jungblut (auch Jungbluth): Saarburg  1860 - 1912  Düsseldorf. Deutscher impressionistisch ausgerichteter Landschaftsmaler der Düsseldorfer Schule.  Motive sind Winterlandschaften im Binnenland und am Meer,  Städteansichten, norwegische Fjorde, Hochsee- und Vollmondmotive, alpine Landschaften,   niederländische Mühlen etc.

Motiv: In der einsetzenden Abenddämmerung  sind zahlreiche Personen im Wattenmeer unterwegs. Links ein Küstendorf  unter von Wolken verdunkeltem Himmel, der die Sicht auf den tiefroten Mond partiell verhüllt.

Öl auf Leinwand, unten rechts signiert „J. Jungblut“, 80 x 60 cm, gerahmt.

Lit.: Thieme/Becker Bd. 9, S. 324.



GE 4017     Amazonenschlacht  (nach Peter Paul Rubens)     200 Euro

Kopie wohl des frühen 19. Jahrhunderts. 

Motiv: „Die Amazonenschlacht“ gegen die Griechen nach  Peter Paul Rubens. Vehementes Schlachtengetümmel auf einer Bogenbrücke mit stürzenden Pferden und verbittert kämpfenden Amazonen und griechischen Kriegern.

Öl auf Holzplatte (partiell besch.), unbezeichnet, ca. 70 x 110 cm, in sehr  dekorativem Rahmen (ca. 80 x 120 cm). 

Rückseitig auf einem kleinen Etikett bezeichnet „Rubenscopie“. Das Original von Peter Paul Rubens von ca. 1618 heute in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen-Alte Pinakothek München (ca. 120 x 165 cm).



GE  4018   Ludwig Gschossmann, Blasmusik im Bierkeller in Oberbayern                            500 Euro

Ludwig  Gschossmann: Strasbourg 1894 - 1988 Tegernsee. Studium an der Kunstgewerbeschule in München. Landschaftsmaler, Genreszenen, Seenlandschaften. Teilnahme an internationalen Ausstellungen.

Motiv: In einem idyllischen Biergarten in Oberbayern spielt eine Blaskapelle auf einem erhöhten Podest. Unter schattenspendenden Bäumen sind die Tische  im Bierkeller voll besetzt. Im rechten Bildfeld das Wirtshaus.

Öl auf Leinwand, unten links signiert „Gschossmann“, 81 x 70,5 cm, gerahmt. Rückseitig  auf altem Klebezettel handschriftlicher Vermerk des Künstlers „Obb. Bierkeller L. Gschossmann im Sept. 1954“. Impressionistisch ausgerichtete Malweise mit pastosem Farbauftrag in kräftiger Tonalität.

Lit.: Benezit Bd. 6, S. 507.



GE  4019    Fritz Karl, Blick auf  Bamberg mit Dom, Stephanskirche und                             Oberer Pfarre    280 Euro

Fritz Karl: Glonn 1886 - 1965 Bamberg. Deutscher Maler und Grafiker, seit 1922 in Bamberg ansässig und als Künstler tätig.

Motiv:  Blick von einer Anhöhe auf  bedeutende  im Sommerlicht liegende Wahrzeichen Bambergs: der Dom, die Stephanskirche, die Pfarrkirche Unsere Liebe Frau. Im Bildhintergrund die  Hügelkette des fränkischen Jura.  Vorne  links und rechts zwei die Szenerie rahmende Laubbäume. 

Öl auf Hartfaserplatte, unten rechts signiert „F. Karl“,  30 x 40 cm, in Holzrahmen.



GE  4020    Rudolf Dammeier, Lichtdurchflutetes Gehöft in Südbayern                             400 Euro

Rudolf Dammeier: Berlin 1851 - 1936. Deutscher Genre- und Stilllebenmaler. Weitere Motive sind Bildnisse, Interieurs, religiöse Szenen, bürgerliche und bäuerliche Szenen,  Münchner Biergärten sowie weibliche und männliche Akte. Dammeier ist ein Meister der Licht- Schattengebung. Studium an der Berliner und der Karlsruher Kunstakademie. Zeitweise  von 1890 bis 1903 ansässig in München, danach in Berlin. Dort Ausstellungen in der Sezession und im Münchner Glaspalast, im Jahr 1900 auf der Weltausstellung in Paris.

Motiv: Im lichtdurchfluteten Innenhof eines bäuerlichen Anwesens  eine in südbayerische Tracht gekleidete Frau beim Füttern der Hühnerschar. Zwischen den Innenhofwänden oben angebrachte Holzverstrebungen schützen Mensch und Tier vor dem grellen Sonnenlicht. Sehr atmosphärisches Licht-Schattenspiel. 

Öl auf Leinwand, unten rechts signiert und datiert „R. Dammeier 1893“ , 60 x 80 cm, in prunkvollem goldfarbenem Rahmen. 

Lit.: Das geistige Deutschland Bd. 1, Leipzig-Berlin 1898, S.114; Thieme/Becker Bd. 8, S. 328; Benezit Bd. 4, S. 216.



GE 4021  Julio Garcia Mencia, Mädchen mit prächtigem Blumenkorb                             320 Euro

Julio Garcia Mencia:  Madrid 1849 - 1924. Spanischer Maler, Grafiker und Aquarellist.  Studium in San Fernando (nahe Cadiz), später in Paris, Madrid und Gijon ansässig, wo er  eine Verlagsanstalt für Chromolithographie gründete. Vertreten in bedeutenden Museen, u. a. in Santander.  Seine Motive sind insbesondere liebliche Bildnisse von Mädchen und Frauen, Stillleben, Genreszenen und Landschaften. 

Motiv: Ein in spanischer Folkloretracht gegebenes stehendes, zur Seite blickendes  Mädchen, einen üppig mit diversen Blumen gefüllten  Bastkorb in den Händen haltend. 

Aquarell in  kräftigem Kolorit, unten links monogrammiert „JGM a“, Blattformat 40 x 27 cm, in Passepartout, dort unten mittig von dritter Hand bezeichnet „ Garzia Menzia“ (sic).

Lit.: Vgl. den Wikipedia-Artikel.




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